Dank Zeitveschiebung zu unseren Gunsten sind wir nach knapp 2 Stunden um 22Uhr in Bangkok gelandet. Dort haben wir dann nach dem ueblichen Gepeck und Zoll-Prozedere direkt mal die erste tolle Entdeckung gemacht: Taxen in allen Farben des Regenbogens, voll super fuer mich als Bunt-Liebhaberin wie ihr euch vorstellen koennt, pink, blaub, gruen, gelb, lila,... scheee!!!
Dort konnten wir einchecken und dabei endlich wieder mal den wunderbaren Geschmack von sprudeligen Wasser aus Glasflaschen geniessen (oh mann, ihr wisst garnicht wie geil das war, da merkt man erstmal wie sehr man durch solche Basics aus Deutschland verwoehnt ist). Unser Zimmer war auch echt schoen und gross, abgesehen von der bombigen Aussicht auf ne riiiesen Monster-Baustelle von unserem Balkon aus, aber wer brauch schon nen nice view mitten in der Nacht ;-)
Etwas irritiert war ich dann allerdings als mir Anne die Info die an der Toilette stand erklaert hat, man solle kein Klopapier ins Klo werfen, sondern doch bitte in den Muelleimer, iiigittitiii hab ich mir dann erstmal gedacht, aber anscheinend ist das in den asiatischen Laender in den Grossstaedten oefters so, dass man das (benutzte!!!) Toilettenpapier in den Muell schmeisst um die Kanalisation bzw den Abfluss nicht zu ueberanspruchen (wie war das mit verwoehnt sein in Deutschland...). Da hab ich mir dann auch gleich mal vorgenommen keine Verdauungs-Risikoreiche Nahrung zu mir zu nehmen...Mit dieser wurden wir naemlich gleich als wir dann noch zu einer kurzen naechtlichen Erkundung aufgebrochen sind konfrontiert: kaum aus dem Hotel raus und auf Suche nach was zum essen, sind wir dann an einem “Foodcourt“ vorbeigekommen und jetzt weiss ich auch warum es heisst, Singapur sei so sauber.
In Bangkok ist das so ne Ansammlung von Strassenhaendler die jeweils nen kleinen Stand haben, aehnlich den fahrenden Hot-Dog-Laeden die man aus den amerikanischen Filmen kennt, allerdings total dreckig, ohne fliessendes Wasser, Fleisch und Fisch haengt an Haken einfach so da rum, gekocht oder gebraten wird auf total schwarz verrussten und schmutzigen Rosts ueber so kleinen Steingrills mit Holzkohle drin. Ueberall liegen Essensreste rum, schmutziges Geschirr, von Hygiene und vor allem Muelleimern keine Spur (wie uns im Laufe des Wochenendes aufgefallen ist, gibt es nirgendwo in Bangkok oeffentliche Muelleimer). Obwohl das Essen an sich das man bei den Gaesten auf den Tischen gesehen hat nicht schlecht aussah, ist mir bei dem Anblick des Druherums die Lust vergangen hier etwas zu essen.Sind dann noch etwas weiter gelaufen und haben uns irgendwann entschlossen beim leckeren und allseits verlaesslichen SevenEleven nen Hot-Dog und Burger zu essen, so richtig typisch thailaendisch :-) und dazu gabs lecker Bacardi Freezer (Alkohol ist ja sooooo billig in Thailand, ein Traum im Vergleich zu Singapore).
Sind dann aber auch schon bald ins Bettchen, wollten die beiden Tage ja bestmoeglich nutzen und haben uns deshalb schon um halb9 zum Fruehstuecken verabredet.
Mit ein bisschen Verzoegerung gings am Samstag Frueh dann auch um halb10 los, mit nem Cab zur Schlangefarm. Leider hat unser Taxifahrer trotz grossem ’I can speak english’-Schild an seinem Taxi ueberhaupt nichts verstanden und auch nachdem wir ihm auf ner Stadtkarte gezeigt haben wo wir hinwollen, erst nach circa 5 mal wenden und 10 Leute fragen unser Ziel gefunden. Obwohl wir dann endlich da waren wurden unsere Gesichter dann immer laenger als sich diese tolle und achso bekannte Schlangefarm als Mini-Rundgang mit 10 Glaskaesten mit Schlangen drin entpuppt hat, das zugehoerige Museum war geschlossen und somit waren wir dann nach 15 Minuten schon wieder draussen (spaeter hat sich dann rausgestellt dass wir auf der falschen Farm gewesen sind :-) ).
Am Ausgang haben wir dann mal wieder nen super Taxifahrer erwischt, dem wir dann, als er nach ca. 1 km ausgestiegen ist um bei ein par TukTuk-Fahrern 10 Minuten nach dem Weg zu erkundigen, direkt aus dem Cab geflohen sind und lieber mit den, des Englischs maechtigen TukTuk-Fahrern weiter geduest sind.
Ja das war meine erste richtige TukTuk-Erfahrung, voll lustig sag ich euch!!! :-))
Etwas nervig ist, dass diese fahrbaren Untersaetze eindeutig nicht fuer Menschen nicht-asiatischer Groesse gebaut sind, denn wenn man aufrecht sitzt sieht man quasi nix ausser das Innendach, aber anonsten bekommt man so wirklich direkt alles mit was aussenrum so abgeht (vor allem die Abgase der Autos und anderen TukTuks aussenrum). Sind dann kreuz und quer durch die Stadt geduest auf dem Weg zu unserem naechsten Ziel, dem River auf dem wir mit den Longtail-Booten fahren wollten.
Ja das war meine erste richtige TukTuk-Erfahrung, voll lustig sag ich euch!!! :-))
Natuerlich haben die netten Fahrer uns dann zu irgendwelchen Kumpel/Cousins/Onkeln von ihnen gefahren, die uns dann die Tour auf ihrem Schiff angeboten haben (nicht mal ein richtiges Longtail-Boot, was wir aber leider erst nach dem bezahlen gemerkt haben). Haben uns dann nach ein bisschen Handeln zu ner 2 Stuendigen Touraufgemacht die uns unter anderem an einigen Tempeln und der ’richtigen’ Schlangefarm vorbei bringen sollte.
Als erstes beim Besteigen der Boote ist uns das unbeschreiblich schmutzige Wasser aufgefallen, in dem aber tatsaechlich einige Leute geangelt und auch Fische rausgezogen haben (die muessen mind. 3 Koepfe und 5 Arme haben so verseucht wie das aussah...) und zu unserem Ekel sogar Kinder gebadet haben, pfui pfui...
Haben aber tatsaechlich neben den haesslichen und runtergekommenen, halbverfaulten und stinkigen Ruienen und Huetten am Ufer auch schoene Tempel, Haeuser und riesige Buddha-Statuen gesehen. Dort ist alles so gegensaetzlich, ¾ der Stadt ist total runtergekommen, schmutzig und verwahrlost und die Tempelanlagen sind total schoen, prunkvoll mit viel Liebe zu Detail ausgearbeitet.
Die Farm entpuppte sich als ein Zoo, aber leider einem in dem von artgerechter Haltung, Tierliebe und Hygiene noch nie etwas gehoert wurde. Die Kaefige und Gehege waren teilweise so klein, dass die Tiere (wie zB ein ca. 5 Meter grosses Krokodil) sich nicht mal in ihrem Gehege umdrehen konnten. Einige Aquarien waren dermassen verdreckt, dass wir die Fische oder was auch immer darin herumgeschwommen ist nur schemenhaft entdecken konnten, echt erschreckend. Haben uns dann noch die Schlangen-Show angeschaut, konnten dem ganzen aber, da wirklich total respektlos mit den Tieren umgegangen wurde, nicht viel abgewinnen und waren dann froh als wir wieder auf unser Boot zurueckkonnten und nach einiger Zeit dann wieder an der Anlege-Stelle angekommen sind. Sind zum State Tower in dem es im 64. Stock eine super Rooftop-Bar geben sollte, allerdings wurden wir direkt am Lift schon von einer der 10 Butler-Ladys hoeflichst aufgehalten und darauf hingewiesen dass Matthias2 mit seinen Trekking-Sandalen (obwohl er schwarze Sochen zur Tarnung drunter anhatte ), leider keinen Zutritt hat.
Waehrend er mit Matthias1 und Sylvia dann Schuhe kaufen ist, sind Anne und ich schonmal hoch, da wir ja extra zum Sonnen untergang-fotografieren her gekommen waren, den wir schon fast aufgrund der vielen Staus in der City verpasst haetten.
Zumindestens bis uns die Getraenke-Karte serviert wurde, haha, da ist uns erstmal unser schickes Laecheln im Gesicht eingefroren, als wir nur Preise im mittleren 4stelligen Bereich gesehen haben (zur Orientierung 45Baht sind 1 Euro). Haben dann aber gottseidank auf Anfrage auch eine Cocktailkarte mit Getraenken zu einigermassen erschwinglichen Preisen bekommen und zusammen mit den leckeren Oliven und Cashew-Nuessen war es dann echt genial. Bis die anderen gekommen sind hatten wir unsere super leckeren Cocktails dann schon fast ausgetrunken und nachdem sie dann auch mit Getraenken und der Aussicht zufrieden gestellt waren, ging weiter zu unserem letzten Programmpunkt fuer diesen Abend:Triple P :-)
Ja meine Lieben, das ist genau das nach dem es sich anhoert und ich moechte das mit Ruecksicht auf meine Leser der aelteren Generation jetzt auch nicht naeher ausfuehren, nur soviel, es war faszinierend und abstossend gleichzeitig, interessant auf welche Ideen man kommen kann um Touristen anzuziehen und es macht einen unglaublich dankbar, dass man selbst nicht in der Situation ist, seinen Koerper fuer Geld verkaufen zu muessen.
Allerdings hatten wir wirklich ne Menge Spass, denn ich muss euch sagen, die Ladyboys (von denen dort jede Menge herum laufen) sind wirklich der groesse Unterhaltungsfaktor den man sich wuenschen kann (irgendwie seh ich die eher so als Clowns als ernstzunehmende Prostituierte oder Bedienungen). Diese tuffige feminine Art von Maennern mit nem Kreuz wie ein Kampfboxer, dazu in Highheels und mit nem Leder-Outfit, einfach zum schreien :-))
Und ich hatte das beste thailaendische oder ueberhaupt asiatsche Essen seit ich hier in Singapur bin, traumhaft!!!
Habe die Nach auf jeden Fall sehr gut geschlafen, mit den ganzen neuen Eindruecken und dem tollen Saettigungsgefuehl nach nem super Essen...feini :-))
Am naechsten Morgen gings dann nach dem Fruehstuecken und Auschecken los zu unseren letzten Programmpunkten, dem Koenigspalast und dem Tempel mit dem goldenen liegenden Buddha.
Ich muss sagen ich mache mir normalerweise ja nichts aus solchen Sehenswuerdigkeiten, aber ich war wirklich schwer beeindruckt. Die Tempelanlagen sind echt der Hammer, alles so toll ausgearbeitet, die Daecher alles mit diesen farbigen Ziegeln und alles so riesig und bunt...wirklich sehenswert. Und dieser riesen goldene Buddha, liegend bestimmt 40 Meter lang und Meter hoch, allein sein Fuss war riesig, man wusste garnicht wohin schauen... So refreshed sind wir dann durch die brutzelnde Mittagshitze zum Palast gelaufen, wo uns direkt mal einer der Securitys versucht hat ueber den Tisch zu ziehen und zu nem anderen Tempel zu schicken (genau vor der Tour sind wir gewarnt worden, haben es aber echt erst gecheckt als wir ein par Meter weiter waren), hatten dann als wir die lange Schlange zum Klamotten ausleihen (man darf nicht mit kurzen Sachen in den Palast) gesehen haben eh keine Lust mehr auf Besichtigung und haben uns lieber zum Weekendmarkt fahren lassen.
Hatten gott sei dank nur 1,5 Stunden Zeit, langte aber um ne schoene superechte Puma-Sporttasche und bissl Schmuck zu kaufen, uns mal wieder heillos zu verlaufen und danach unsere schmerzenden Fuesse bei nem leckeren Fruchshake zu entspannen :-)
Haben uns dann noch ein leckeres thailaendisches Essen gegoennt und dann gings ab zum Hotel, Gepaeck schnappen und dann zum Flughafen...
SCHEEEE wars :-))
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen